Polippix – Die internationale CD für Datenreisende

Der IT-politische Verein Dänemark hat in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung eine CD zur Wahrung der mittlerweile stark eingeschränkten Anonymität im Netz erstellt.

Mit „Polippix“ werden dem Benutzer zahlreiche Werkzeuge zum unbeobachteten Surfen an die Hand gegeben. Darunter beispielsweise TOR, das die IP des Benutzers durch Umleitung über ein verschlüsseltes Netzwerk verschleiern soll.

Der Clou: Polippix benötigt keine Installation und kann somit auch in Internet-Cafés und auf fremden Rechnern benutzt werden.

Das Projekt ist mittlerweile komplett auf Deutsch übersetzt worden und bietet auch unerfahrenen PC-Nutzern leicht verständliche Anleitungen u.a. zum anonymen Telefonieren und Verschlüsseln von privaten Daten.

Auf dem wiki des AK Vorrats gibt es eine ausführliche Präsentation des Projekts , samt Beschreibung der enthaltenen Programme.

Links zum download finden sich hier.

Petition gegen die BKA-Novelle

Der „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“ hat eine Petition gegen die geplante Gesetzesänderung gestartet.
Ein Auszug aus der Pressemitteilung erläutert die davon ausgehenden Gefahren für den unbescholtenen Bürger:

Das BKA soll im Zuge der Reform ein umfassendes Spektrum geheimer Ermittlungsinstrumentarien erhalten, die bisher nur Geheimdiensten vorbehalten waren. Hierzu zählt u.a. die nahezu unbegrenzte Möglichkeit, auch explizit nicht Beteiligte oder deren Telekommunikationseinrichtungen direkt auszuforschen. Außerdem sollen Weisungsgebundenheit, Rechenschafts- und Benachrichtigungspflichten weitgehend wegfallen. Auch die Befugnisse gegen Flüchtlinge werden massiv ausgeweitet. All diese extremen Maßnahmen und Instrumentarien sollen nicht nur in Fällen des Terrorismus, sondern dank des impliziten Bezuges auf das Bundespolizeigesetz, auch in vielen weiteren Fällen, worunter möglicherweise Landfriedensbruch, Diebstähle, Betrug oder Versicherungsmißbrauch fallen könnten.

Jeder kann sich gegen die geplante Aufhebung der Trennung von Geheimdiensten und Polizei einbringen, indem er online unterschreibt.

Man sollte sich bewusst sein, dass Institutionen wie Gestapo und Stasi durch die Zusammmenlegung dieser Befugnisse ermöglicht wurden.
Ricardo Cristof Remmert-Fontes vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung dazu:

Bisher geht es an der öffentlichen Debatte vorbei, daß es nicht um Befugnisse im Einzelnen geht. Es geht um die zunehmende Erosion des Trennungsgebotes: die Trennung von Geheimdiensten und Polizei ist eine immens wichtige Errungenschat des demokratischen Rechtsstaates.

Auch am geplanten bundesweiten Aktionstag am 31.5. werden von den Aktivisten Unterschriften gesammelt.

Wallraffs neuester Coup

Der mittlerweile 65 Jahre alte Günter Wallraff deckte erneut undercover unmögliche Arbeitsbedingungen auf. Der durch „Ganz unten“ bekannt gewordene Enthüllungsjournalist schleuste sich diesmal als Zeitarbeiter in eine Stromberger Brötchenfabrik ein und erfuhr am eigenen Leib, was es bedeutet, als Niedriglöhner im Akkord zu schuften.

Laut Wallraff sollen die Bedingungen miserabel sein: Schimmel an den Wänden, fehleranfällige Fließbänder, Brandwunden an der Tagesordnung. Dazu abfällige Vorgesetzte und ein Chef, der den Betrieb per Webcam überwacht und so auch schonmal von zu Hause aus Abmahnungen verschickt haben soll. Wegen falscher Farbe der Arbeitshose.

Die Firma, die ausschließlich für den skandalgebeutelten Lidl-Konzern produziert, weißt auf ihrer website alle Vorwürfe Wallraffs als haltlos zurück. Darunter Nicht-Einhalten von Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen, sowie Lohnverzug und Preisdiktat durch Lidl.

Ironischerweise hat ein guter Freund von mir, der bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt ist, einige Wochen vor Wallraffs Erscheinen weiteres Arbeiten in besagtem Betrieb verweigert. Zitat: „Für 7,60 Euro lass ich mich nicht wie einen Hund behandeln.“

Der komplette Artikel „Unser täglich Brötchen“ ist bei der ZEIT erschienen und kostenlos abrufbar.

Wallraff fordert darin:

Solange die Arbeiterrechte dort systematisch verletzt werden, sollten die Kunden Lidl und seine dürftigen Brötchen boykottieren.

BKA-Novelle – was ist geplant?

via wetterfrosch

Patrick Breyer fasst in seinem blog die Neuerungen der geplanten BKA-Novelle zusammen:

Das Bundeskriminalamt soll im Einzelnen die folgenden Mittel anwenden dürfen:
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Es muss nicht gleich der Schraubenzieher sein

Etwas entsetzt verfolgte ich heute eine Sendung, in der über die Gefahren von Festplatten- und Speicherkartenverkauf gewarnt werden wollte. Sender / Sendung sind mir leider nicht bekannt, aber hier der grobe Ablauf:

    1. technisch Unbedarfte verkaufen private Festplatte, digi-cam mit SD-Karte oder beliebiges Speichermedium an Reporter
      Reporter stellt mit recovery-Programm gelöscht geglaubte Daten wieder her
      Verkäufer wird mit ausgedruckten Familien-Fotos u.ä. konfrontiert
  • So weit, so gut…denn was viele nicht wissen: Die benutzte Windows-Löschfunktion vernichtet die Daten nicht. Stattdessen markiert das Bestriebssystem die Dateien als überschreibbar und macht sie so zu freiem Speicherplatz. Der Inhalt bleibt theoretisch solange erhalten (und somit von recovery-Programmen wiederherstellbar) bis der besagte Platz von neuen Daten eingenommen wird.

    Ich muss gestehen, dass ich die Sendung nicht bewusst verfolgt habe, aber als ich das nächste Mal aufmerksam wurde, zerschnitt ein „Datenschutz-Profi“ einen usb-stick mit einer Zange und zerkratzte eine Festplatte mit einem Schraubenzieher. Kernaussage: „Jetz´ isses sicher!“

    Meiner Meinung nach gibt es weniger brutale und vor allem kosteneffizientere Lösungen, um sensible Daten sicher zu löschen.
    Ich benutze „Eraser“. Frei erhältlich unter der GNU General Public License.

    Das Programm überschreibt beim Löschen den freigewordenen Speicherplatz mit zufälligen Zahlenkombinationen und macht somit ein einfaches Wiederherstellen so gut wie unmöglich. Verfügbar ist dabei auch 7faches Überschreiben nach Art des amerikanischen „Department of Defence (DoD 5220.22-M)“ oder 35faches nach „Gutmann-Methode“. Auch nachträgliches, „sicheres“ Löschen ist möglich. Dabei wird der vermeintlich freie Speicherplatz überschrieben (was mit Gutmann und GB-Platten natürlich entsprechend dauert).

    7fach ist völlig ausreichend für Urlaubsfotos und einem Verkauf der Platte steht, im Gegensatz zur „Schraubenzieher-Methode“, nichts mehr im Wege.

    Eine sehr ausführliche Anleitung zu Eraser hat Rudi Theisen erstellt. Auch wenn die erklärte Version älter ist, hat sich im Großen und Ganzen nicht viel geändert. Interessierte finden hier auch weiterführende Infos zu den verschiedenen Algorithmen.

    Falls in dem Beitrag bereits ähnliche Möglichkeiten vorgestellt wurden, habe ich es auf Grund von zapping verpasst…Asche auf mein Haupt, aber die Zangen-Aktion hat mich geschockt! Und wenn jemand weiß, was ich da gesehen habe…lasst es mich wissen.

    Zur Ehrenrettung des „Datenschutz-Profis“ zitiere ich besagte Anleitung:

    Festplatten mit sensitiven Daten kann man auch mechanisch, z.B. mit dem Bohrer zerstören. Wenn eine Festplatte defekt ist, ist das die einzige Möglichkeit, den Zugriff auf deren Dateien zu verhindern.

    Für Elektriker

    Nicht nur Klassiker sind mittlerweile kostenlos und frei erhältlich, auch die Elektro-Szene nutzt creative-commons und netlabels als Plattform für ein breites Publikum. Besonders gelungen präsentiert sich meiner Meinung nach das französische subflow.net (keine Angst, die Seite ist auf Englisch).

    Angeboten wird sowohl techno/minimal als auch downtempo/dub/ambient per ohrenschmeichelndem 256kbps-stream. Auch an mobile Hörer wurde gedacht, sämtliche streams gibt es auch in der handyfreundlichen 56kbps-Variante. Das Schöne daran: Sämtliche Musik steht unter by-nc-sa und kann bei Gefallen aus einem mehr als 1500 tracks umfassenden Archiv heruntergeladen werden. Bequem nach genre sortierbar.

    Die Seite wird regelmäßig aktualisiert und über neu hinzugefügte tracks informiert ein rss-feed (minimalambient). Wer selbst Musik „verschenken“ möchte kann demos einreichen und hoffen in die playlist aufgenommen zu werden. Das Gästebuch erscheint gepflegt und ungespammt und auch der admin ist sich nicht zu schade auf Anfragen zu antworten.
    Fazit: Ein gutes Konzept ausgezeichnet ausgeführt.

    Laut news steht demnächst ein Umzug auf eine andere ip an, eventuell funktionieren deshalb einige links nicht mehr. Im Zweifelsfall hilft aber die Hauptseite.

    Im Hinterkopf zu behalten ist natürlich die Weitläufigkeit der netlabel-Szene. Subflow stellt lediglich eine kleine Auswahl dar. Mit anderen Worten:

    Don‘t be just a „music consumer“ be curious and discover by yourself the netlabel scene.

    privacyinternational.org erstellt Rangliste der Überwachungsstaaten

    privacyinternational.org erstellt eine Rangliste der Überwachungsstaaten. Deutschland landet darauf im Jahr 2007 auf Rang 7. 2006 war es noch der 1. Platz in Hinblick auf Wahrung der Privatsshäre. Doch Vorratsdatenspeicherung sei Dank, verschlechterte sich die Platzierung signifikant. Auch bei Überwachung am Arbeitsplatz, Identifizierungskarten und Grenzüberwachung ist Deutschland ganz vorne mit dabei.

    Der ausführliche Jahresbericht auf Englisch und eine Zusammenfassung auf Deutsch.

    Und warum bloggst du?

    via thefriendsociety.com

    the friend society

    Ein flash-Konglomerat verschiedenster Künstler,
    surreal dadaistisch angehaucht und definitiv Geschmackssache…

    Mir gefällts!
    Empfehlenswert: Die Animationen von somebody
    schlechte trips im .swf-Format

    Den guten Ludwig van hätts gefreut…

    Chopin, Mozart, Bach und Beethoven haben etwas gemeinsam: Sie sind tot. Lange schon. Und das ist auch gut so…

    …denn das bedeutet, dass sie keine Urheberrechtsansprüche mehr stellen und Blogger und Podcaster nicht mit Abmahnungen belästigen.
    Jedenfalls wenn Privatpersonen die Werke nachspielen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. So zu bestaunen bei Musopen.com.

    Klassik goes public domain, zwar mit durchwachsener Qualität, aber stets anhörbar und vor allem: kostenlos, legal und für alle zugänglich.
    Und für ein samplebares TaTaTaTa ist auch das Skidmore College Orchestra völlig ausreichend!

    We want to give the world access to music, without the legal hassles so common today.

    Google World Domination?

    Google. Noch Fragen? Wohl kaum. Knapp 90% aller Deutschen nutzen laut webhits.de Google als Suchmaschine, ich eingeschlossen. Dennoch sind mir in letzter Zeit einige Dinge ins Auge gesprungen, die das Firmenmotto „don´t be evil“ verzerren.
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    bugmenot.com…Passwort gefällig?

    Wer kennt es nicht? Man ist auf der Suche nach Infos und wenn man dann endlich fündig wird, versperrt einem ein freundlich-aber-bestimmtes Dieser Inhalt steht nur registrierten Usern zur Verfügung-blablubb den Weg. Samt einladendem Anmeldungsfenster, das bereitwillig die persönliche email-Adresse aufnimmt… SPAM Newsletter inklusive.

    Diese compulsory registration, also Anmeldepflicht, ist nervig und erfüllt nur einen Zweck: Abfrage persönlicher Daten zum Erstellen von Benutzerprofilen und Werbungversenden. Nun könnte man natürlich einen mail-account extra für solche Anmeldungen anlegen, sich die Infos an besagte Adresse schicken lassen, dem Registrierungslink folgen usw. oder man spart sich die Zeit und benutzt bugmenot.com.
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    Hello world

    Es ist soweit…der Schritt ins legendäre Web 2.0 gewagt.
    Mit einer Mischung aus Neugier und Skepsis wandele ich mich also vom Konsument zum Produzent.

    Die Blogossphäre als solches war mir lange Zeit unbekannt. Die Relevanz wurde mir erst durch einen guten Freund bewusst gemacht. Der schleppte mich nämlich mit zur re:publica. In der Hoffnung, mehr über das ominöse Web 2.0 zu erfahren, ging es nach Berlin.

    3 Tage als Aussätziger zwischen MacBooks, Twitterwand und Favicons spornen natürlich zu intensiverer Auseinandersetzung an. Vor allem wenn die Synapsen dank exzessivem Club-Mate-Verzehr sowieso schon reizüberflutet sind und flächendeckendes WLAN den netzaffinen Newbie mit offenen Armen zur Recherche einlädt.

      Gesagt,
      gegoogelt,
      getan…

    Frei nach dem Motto „learning by doing“ möchte ich mit dem fight.blog Teil eines informativen Netzwerks werden und (hoffentlich) einen sinnvollen Beitrag leisten.

    welcome to fight.blog

    // d u r d e n






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